Italiens Einwanderungsgesetz 2026: Warum Integration wichtiger sein sollte als fünf Jahre Aufenthalt

Willkommen zu einer neuen Folge des Podcasts Integration oder ReImmigration, ich bin Rechtsanwalt Fabio Loscerbo.

Heute möchte ich dem deutschen Publikum eine Debatte aus Italien erklären, die in Wahrheit ganz Europa betrifft.

Im italienischen Einwanderungsgesetzentwurf 2026 spielt weiterhin das Kriterium von fünf Jahren rechtmäßigem Aufenthalt eine wichtige Rolle, um einen verfestigten Aufenthaltsstatus zu begründen.

Meiner Auffassung nach liegt genau hier ein strukturelles Problem.

Zeit allein beweist keine Integration. Fünf Jahre Aufenthalt sagen etwas über Dauer aus, aber nicht darüber, ob jemand tatsächlich integriert ist – ob er arbeitet, die Sprache beherrscht, gesellschaftliche Regeln respektiert und Teil des sozialen Gefüges geworden ist.

Und genau deshalb sollte die Reform einen anderen Weg gehen.

Ich plädiere dafür, das reine Zeitkriterium durch ein Integrationskriterium zu ersetzen, angelehnt an ein Integrationsabkommen als überprüfbaren Maßstab.

Die Frage sollte nicht sein: Wie lange lebt jemand hier? Sondern: Hat sich diese Person integriert?

Für ein deutsches Publikum ist das besonders nachvollziehbar, weil die Idee von Integration bereits stark mit Aufenthaltsrecht und Staatsangehörigkeitsdebatten verbunden ist.

Und genau hier liegt die praktische Bedeutung: Das würde Auswirkungen auf Aufenthaltstitel, Schutzformen und die gesamte Systemlogik des Migrationsrechts haben.

Das ist auch der Kern meines Ansatzes Integration oder ReImmigration.

Das Prinzip ist einfach: Wer sich integriert, bleibt. Wo Integration scheitert, müssen Rückkehrpolitiken Teil des Systems sein.

Nicht Zeit als Automatismus, sondern Integration als rechtlicher Maßstab.

Und deshalb wäre die Ersetzung der Fünf-Jahres-Schwelle durch ein Integrationskriterium aus meiner Sicht die einzige Reform, die wirklich Sinn ergibt.

Danke fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge von Integration oder ReImmigration.

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